Westminster Abbey: Ein Leitfaden für Geschichtsmuffel

Sie benötigen keinen Doktortitel in königlicher Geschichte, um bei einem Besuch der Westminster Abbey wie ein Experte zu glänzen. Ganz im Gegenteil! Verinnerlichen Sie einfach die Informationen und Details in unserem Leitfaden und schon bald verfügen Sie über das nötige Wissen, um Ihre Freunde zu beeindrucken und wochenlang mit Ihrem Wissen über das Königshaus zu prahlen.

Junge Frau, die eine Tiara hält
Tourist blickt zu den Türmen der Westminster Abbey hinauf

Hinter den geheiligten Mauern der Westminster Abbey verbirgt sich jede Menge Geschichte – etwa 1.000 Jahre, falls Sie mitschreiben. Und das sollten Sie, denn genau darum geht es in diesem Artikel. Passen Sie also gut auf, wenn wir Sie mit unseren leicht merkbaren Fakten und Zahlen zur Westminster Abbey vom einfachen Hofnarren zum allwissenden Ritter des Reiches befördern…

Westminster Abbey: Wichtige Daten zum Auffrischen

 

  • 1065: Der dem Papst wohlgefällige Palast der Frömmigkeit von Eduard dem Bekenner wird geweiht.
  • 1245: Heinrich III. lässt (im mittelalterlichen Sinne) die Abrissbirne schwingen, zerstört einen Großteil von Eduards ursprünglichem Gebäude und ersetzt es durch das gotische Prunkstück, das wir heute kennen und lieben.
  • 1540: Der Serienmonogamist Heinrich VIII. löst jedes Kloster in England und Wales auf. Reliquien aus dem Schrein von Eduard dem Bekenner in der Westminster Abbey – einschließlich seines berühmten Rings – werden entfernt und nie wieder gesehen. Hat Heinrich sie gestohlen? Wahrscheinlich.
  • 1838: Königin Victoria wird in einer prunkvollen Zeremonie gekrönt, die durch mangelnde Proben etwas beeinträchtigt wird; der Erzbischof zwängt Victorias Krönungsring ungeschickt auf den falschen Finger, und ein älterer Peer rollt eine Treppe hinunter. Sein Name? Er ist leicht zu merken: Lord Rolle.
  • 1953: Während der Krönung von Königin Elizabeth II. läuten die Glocken drei Stunden lang am Stück. Die Nachbarn waren sicher begeistert!
  • 1987: Die Westminster Abbey, der Palace of Westminster und die St Margaret's Church werden zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Das hat nur 922 Jahre gedauert.
  • 2023: Karl III. wird in einer Zeremonie gekrönt, die – abgesehen davon, dass die Kutsche des Königs und der Königin ganze vier Minuten zu früh vorfährt – weitgehend reibungslos verläuft.

Westminster Abbey: Wo Sie mit Ihrem Wissen glänzen können

1. Westeingang: die Krönungskirche

König-Eduard-Krone
  • Angeber-Fakt Nr. 1: Von Wilhelm dem Eroberer bis zu Charles III. war Westminster Abbey Zeuge der Krönung von 39 britischen und englischen Monarchen. Die einzigen Ausnahmen sind Edward V (missing, presumed dead) und Edward VIII. (der abdankte, um Wallis Simpson zu heiraten, bevor er offiziell gekrönt wurde).
  • Angeber-Fakt Nr. 2: Der Krönungsstuhl, der 1296 für den Stone of Scone* in Auftrag gegeben wurde, beherbergt seit mindestens 1399 (Heinrich II.) königliche Häupter bei Krönungszeremonien. Zu den zahlreichen Veränderungen am Stuhl im Laufe der Jahre gehören Glasmosaike, vergoldete Löwen und Graffiti, die von unartigen Chorknaben aus dem 18. Jahrhundert eingeritzt wurden.
  • Angeber-Fakt Nr. 3: *Die Truppen von Edward I. beschlagnahmten den Stone of Scone 1296 während einer Invasion in der Abtei von Perth. Erst 1996 – also nach ganzen 700 Jahren, liebe Mathematik-Fans – wurde er an die Schotten zurückgegeben und befindet sich heute im Edinburgh Castle. Obwohl er von hoher symbolischer Bedeutung ist, sieht der schwere Sandsteinblock (psst!) ziemlich unspektakulär aus, sodass Besucherinnen und Besucher der Westminster Abbey nicht das Gefühl haben müssen, viel zu verpassen!

2. Der Hochaltar: königliche Hochzeiten und Bestattungen

Grabmal in der Westminster Abbey
  • Angeber-Fakt Nr. 1: In der Westminster Abbey gab es 16 königliche Hochzeiten, 39 Krönungen und etwa 3.300 Bestattungen, wobei der Hochaltar bei vielen davon eine zentrale Rolle spielte. Sicherlich ist er mit seinen versilberten Kerzenleuchtern, Heiligenstatuen und Abendmahlsmosaiken eine prunkvolle Angelegenheit. Doch unserer Meinung nach ist das Cosmati-Pflaster – ein aufwendig eingelegter italienischer Marmorboden aus dem 13. Jahrhundert – der eigentliche Star der Show.
  • Angeber-Fakt Nr. 2: Pikanterweise wurden hier sowohl Maria Stuart als auch ihre Cousine begraben, die sie enthaupten ließ (die berühmt-berüchtigte Elisabeth I.). Die beiden müssen sich in ihren prunkvollen Gräbern wohl ständig umdrehen!
  • Angeber-Fakt Nr. 3: Die jüngste königliche Hochzeit in der Westminster Abbey fand 2011 statt, als Wills und Kate vor einem Fernsehpublikum von angeblich einer Milliarde Menschen den Bund fürs Leben schlossen. Im Gegensatz dazu betrug die gesamte Weltbevölkerung nur etwa 330 Millionen Menschen, als Heinrich I. und Prinzessin Mathilda von Schottland hier im Jahr 1100 heirateten.

3. Poets’ Corner: ein Paradies für Bücherwürmer

Heiligenstatuen an der Fassade der Westminster Abbey
  • Angeber-Fakt Nr. 1: Im südlichen Querschiff der Westminster Abbey, dem sogenannten Poets’ Corner, wird über 100 Schriftstellern, Dichtern und Dramatikern gedacht. Alle Größen sind hier vertreten: unter anderem Shakespeare, Dickens, Chaucer, Byron und die Schwestern Brontë.
  • Angeber-Fakt Nr. 2: Man muss zwischen Gräbern und Gedenksteinen unterscheiden. Chaucer war im Jahr 1400 der erste Dichter, der hier beigesetzt wurde. Auch Dickens, Tennyson und Kipling liegen hier. Aber Shakespeare? Nein: Der „Bard“ ist natürlich in Stratford-upon-Avon begraben. Und die Brontës? In ihrer Heimat Yorkshire.
  • Angeber-Fakt Nr. 3: Der Gedenkstein für Philip Larkin trägt rührende Zeilen aus seinem Gedicht „An Arundel Tomb“ von 1956 („What remains of us is love“). Vermutlich hielt man die berühmte erste Zeile von „This Be The Verse“ für… unpassend für ein Gotteshaus.

4. Das Kirchenschiff: Nationalhelden und alte Fenster

Das prunkvolle Innere der Westminster Abbey
  • Angeber-Fakt Nr. 1: Zu den Grabstätten in diesem hoch aufragenden gotischen Raum gehören Sir Isaac Newton, David Livingstone, Clement Attlee und interessanterweise auch Charles Darwin. Der bekannteste Evolutionstheoretiker der Welt, begraben in der berühmtesten Kirche der Welt? Das ist eine Ironie, die selbst Alanis Morissette als außergewöhnlich bezeichnen würde.
  • Angeber-Fakt Nr. 2: Das mit Mohnblumen umsäumte Denkmal am westlichen Ende des Langhauses ist das Grab des unbekannten Soldaten. Nach königlichen Hochzeiten und Krönungen werden hier oft die Blumensträuße niedergelegt. Es ist zudem das einzige Grab in der Abtei, über das Besucherinnen und Besucher ausdrücklich nicht hinweggehen dürfen – ein Zeichen des Respekts, das Charles Dickens oder Laurence Olivier anscheinend nicht zuteilwird.
  • Angeber-Fakt Nr. 3: Schauen Sie nach oben! Das Westfenster stammt aus dem Jahr 1735 und enthält einige der ältesten erhaltenen Glasmalereien der Westminster Abbey.

6. Die Lady Chapel und die Pyx Chamber

Uralte Holztür in der Pyx Chamber der Westminster Abbey
  • Wissenswertes #1: Die prachtvolle Lady Chapel von Heinrich VII. ist die letzte Ruhestätte von 15 Königen und Königinnen sowie den mutmaßlichen sterblichen Überresten von Edward V. und Richard Duke of York, den sogenannten ‘Princes in the Tower’.
  • Wissenswertes #2: In der Lady Chapel ist heute auch der Order of the Bath beheimatet. Er wurde so benannt, weil von den angehenden Rittern früher erwartet wurde, dass sie sich ordentlich wuschen, bevor sie sich dem Monarchen für die offizielle Ritterschlag-Zeremonie präsentierten. Völlig zu Recht!
  • Wissenswertes #3: Einige der Holztüren in der Pyx Chamber (ursprünglich ein Raum zur Münzprüfung) sind fast 1.000 Jahre alt. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass die Qualität der Handwerkskunst etwas besser ist als bei unseren modernen Kunststoff-Äquivalenten.

Und das war's! Unser Leitfaden für Westminster Abbey. Jetzt sind Sie bereit, Ihre Freunde mit Ihrem historischen Wissen zu beeindrucken. Aber was brauchen Sie sonst noch? Na, The London Pass® natürlich! Head over here to secure entry to Westminster Abbey and over 100 more top London attractions.

Zusätzliche Westminster Abbey-Fakten für echte Schlaumeier

Westminster Abbey
  • Bedeutende Ereignisse und Jahrestage werden durch ein volles Geläut der Glocken der Abtei markiert, das 5.000 verschiedene Sequenzen umfasst und über drei Stunden dauert. Und Sie dachten, die Konzerte von Elton John würden sich in die Länge ziehen.
  • In der Westminster Abbey befindet sich die älteste Tür Großbritanniens: ein angelsächsisches Eichenportal, das aus der Regierungszeit von Edward dem Bekenner stammt. Sie finden es im Vestibül, das zum Kapitelhaus führt.
  • Während des Zweiten Weltkriegs schlugen Brandbomben in das Laternendach der Abtei ein, wodurch geschmolzenes Blei und brennende Balken auf den Bereich fielen, der bei Krönungen für den Thron genutzt wird. Glücklicherweise wurden keine Mitglieder der königlichen Familie verletzt und Freiwillige halfen dabei, die Flammen zu löschen.
  • Das im Jahr 2018 enthüllte Queen's Window im nördlichen Querschiff zeigt eine farbenfrohe Landschaftsszene und wurde vom Künstler David Hockney zu Ehren der langen Regierungszeit von Königin Elisabeth II. entworfen.

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Stuart Bak
Stuart Bak
Freiberuflicher Reiseschriftsteller

Stu caught the travel bug at an early age, thanks to childhood road trips to the south of France squeezed into the back of a Ford Cortina with two brothers and a Sony Walkman. Now a freelance writer living on the Norfolk coast, Stu has produced content for travel giants including Frommer’s, British Airways, Expedia, Mr & Mrs Smith, and now Go City. His most memorable travel experiences include drinking kava with the locals in Fiji and pranging a taxi driver’s car in the Honduran capital.

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Die wichtigsten Fakten über Kew Gardens

Der 1840 gegründete Royal Botanic Gardens in Kew ist einer der umfangreichsten und wichtigsten botanischen Gärten der Welt. Er beherbergt die größten und vielfältigsten botanischen und mykologischen Sammlungen der Welt. Ein atemberaubender grüne Oase, weniger als 30 Minuten vom Zentrum Londons entfernt. Kew Gardens umfasst mehr als 50.000 verschiedene Pflanzen in seiner lebenden Sammlung und über 7 Millionen konservierte Exemplare. Die Bibliothek umfasst über 750.000 Bände und Illustrationen. Er gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der beliebtesten Attraktionen Londons. Entdecke mehr über dieses historische botanische Wahrzeichen mit einigen unserer Lieblingsfakten über Kew Gardens. 1. Die älteste Topfpflanze der Welt befindet sich in Kew Im berühmten Palmenhaus steht die älteste Topfpflanze der Welt, eine riesige Jura-Cycade (Encephalartos altensteinii), die 1775 nach Kew kam. Die Pflanzenjägerin Frances Masson sammelte das Exemplar während einer der Reisen von Kapitän Cook am Ostkap in Südafrika. 2. Er beherbergt den kleinsten Königspalast des Landes Nach einer jahrzehntelangen Restaurierung wurde der unter Denkmalschutz stehende Kew Palace im Jahr 2006 wiedereröffnet. Der kleinste der britischen Königssitze war ein beliebter Aufenthaltsort von Georg III. (1760 - 1820). Der Palast ist so groß wie ein kleines Herrenhaus und wurde 1837 von Königin Victoria dem Volk geschenkt. 3. Kew Gardens hat eine eigene Polizei Seit über 150 Jahren gibt es in Kew Gardens eine eigene Polizei, die für die Sicherheit vor Ort zuständig ist. Sie wurde Mitte der 1840er Jahre gegründet und bestand zunächst aus Teilzeitgärtnern und Veteranen aus dem Krimkrieg. Die „Kew Constabulary“ hatte ursprünglich die gleichen Befugnisse wie die Metropolitan Police. Das bedeutete, dass sie in den meisten Londoner Parks eingesetzt werden dürften, darunter auch im „Battersea Park“ und am „Parliament Square“. Seit 2022 hat die Kew Constabulary 20 Mitarbeiter und ein Fahrzeug und ist damit eine der kleinsten Polizeikräfte der Welt. 4. Suffragetten brannten das Teehaus nieder Am 20. Februar 1913 steckten die Suffragetten Lilian Lenton und Olive Wharry das Teehaus in Kew Gardens in Brand, einer von mehreren Brandanschlägen in der Hauptstadt. Nachdem sie gefasst worden waren, wurden sie zu 18 Monaten Haft im Holloway Gefängnis verurteilt. Während ihrer Inhaftierung traten beide in den Hungerstreik. Nach einem Monat wurden sie schließlich freigelassen. 5. Die U-Bahn-Station hat einen eigenen Pub Wusstest du, dass der Bahnhof Kew Gardens im London Underground die einzige Haltestelle im Londoner U-Bahn-Netz ist, die einen Pub hat? Der Pub „The Tap on the Line“, der früher „The Railway“ hieß, wurde 2013 wiedereröffnet. Es gibt immer noch eine Tür in der Nähe der Bar, die direkt zu Bahnsteig eins führt, aber sie ist nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. 6. Kew Gardens ist im Besitz von einem Teil der alten London Bridge 1968 kaufte der amerikanische Unternehmer Robert P. McCaulloch die London Bridge aus dem 19. Jahrhundert und versuchte, sie an den Lake Havasu in Arizona zu bringen. Er dachte, er würde die Tower Bridge kaufen, aber das war leider nicht der Fall. Etwa 200 Granitblöcke haben die Reise über den Atlantik nicht geschafft. Vier dieser Blöcke wurden von Kew Gardens übernommen und am Ufer des großen Sees in der Nähe der Sackler Crossing aufgestellt. 7. Gedenkmünzen Kew Gardens feierte 2009 sein 250-jähriges Bestehen und zur Erinnerung an dieses Ereignis gab die Royal Mint eine 50-Pence-Gedenkmünze heraus. Es wurden nur 210.000 Kew-Münzen geprägt. Das führte dazu, dass der Wert der Münzen in die Höhe schoss und sie für mehr als das 100-fache ihres Wertes verkauft wurden. 8. Klimakontrolle Entdecke im Princess of Wales-Wintergarten 10 verschiedene Klimazonen. Von den trockenen Tropen und den feuchten Tropen bis hin zu acht kleineren Mikroklimazonen sorgt der Wintergarten dafür, dass die Bedürfnisse der Pflanzen erfüllt werden. 9. Seltener Raub 1987 wurde die kleinste Seerose der Welt (Nymphaea thermarum) in Mashyuza, Ruanda, entdeckt. Naturschützer retteten die Pflanze vor dem Aussterben, nachdem sie in Kew Gardens aus Samen gezogen worden war. Im Jahr 2014 wurde eine dieser seltenen Seerosen aus dem Princess of Wales Conservatory gestohlen. 10. Eine explosive Geschichte Während des Zweiten Weltkriegs war die Große Pagode der perfekte Ort, um die Aerodynamik von Bomben im Geheimen zu testen. Während des Blitzkrieges fielen rund 30 Sprengkörper auf die Gärten und das Herbarium, die Temperate Houses, das Palm House und das Waterlily House wurden beschädigt. Überlege dir unbedingt, die Royal Botanic Gardens in Kew, während deiner Reise mit dem London Pass® zu besuchen. Mit dem Pass sparst du nicht nur beim Eintritt zum Kew Gardens, sondern hast auch Zugang zu vielen weiteren Sehenswürdigkeiten in London!
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Globe Theater in London
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10 interessante Fakten über das Globe Theater London

Das an der Londoner Bankside gelegene Shakespeare's Globe Theatre repräsentiert das Freilichtspielhaus, in dem der Dramatiker selbst seine größten Werke verfasste. Doch viele wissen nicht, wie das Shakespeare-Theater eigentlich heißt - Globe Theatre ist der offizielle Name des Theaters!  Wirf mit uns einen Blick auf 10 interessante Fakten über das Shakespeare Globe Theater London und finde heraus, warum es eine der unterhaltsamsten London Attraktionen darstellt. Erfahre unter anderem: Die bemerkenswerte Geschichte des ersten Globe Theaters Wie das Globe Theater London niederbrannte Die Geschichte des neuen Shakespeare's Globe Theatre Warum der Bau nicht ganz legal war Und vieles mehr 1. Das Shakespeare Globe Theater steht nur wenige Meter vom Original entfernt Das 1997 fertiggestellte Shakespeare's Globe Theatre ist das dritte Globe Theatre, das am Südufer der Themse gebaut wurde. Die ursprünglichen Globes befanden sich nur eine Straße weiter hinten am Fluss. Das ursprüngliche Globe Theatre wurde 1599 erbaut und 1613 durch ein Feuer zerstört. Ein Jahr später wurde es wieder aufgebaut, aber 1644 in ein Mietshaus umgewandelt, nachdem puritanische Ängste vor Bühnenstücken die Londoner Theater 1642 zur Schließung gezwungen hatten. 2. Shakespeare’s Globe Theatre wurde so umgebaut, dass es dem ursprünglichen Globe so ähnlich wie möglich war Das dritte Globe Theater Londons - das sogenannte Shakespeare's Globe Theatre - sollte den ersten beiden so ähnlich wie möglich sein. Die Form und der Grundriss des Original-Theaters sowie die verwendeten Holzarten und Bautechniken wurden eingehend untersucht. Das neue Theater besteht aus demselben Holz - grüne Eiche -, das die ursprünglichen Erbauer verwendet haben und die Balken sind mit Holzpflöcken miteinander verbunden. Natürlich mussten moderne Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen in die Konstruktion einbezogen werden, einschließlich der Verkleidung des Strohdachs mit feuerhemmendem Material. 3. Man könnte sagen, der Bau des ersten Globe Theaters war nicht ganz legal Das ursprüngliche Globe Theater London wurde von der Theatertruppe gebaut, der Shakespeare angehörte - den Lord Chamberlain's Men (später bekannt als die King's Men). Es wurde aus Holz errichtet, das aus dem Theater in Shoreditch - dem ersten Theater, das Shakespeare’s Werke aufführte - wiederverwendet wurde.  Der ehemalige Vermieter war darüber nicht sehr erfreut und würde nicht sagen, dass das Holz "recycelt" wurde, sondern das Wort “gestohlen” vorziehen. Es heißt, dass Mr. Allen sich weigerte, den Pachtvertrag für das Grundstück, auf dem das Theater stand, zu verlängern. Also schlich sich die Truppe - einschließlich Shakespeare - mit Dolchen und Knüppeln bewaffnet auf Allen’s Land, während er über Weihnachten verreist war. Sie nahmen alle Haupthölzer mit und lagerten sie in einem Hof nördlich der Themse. 4. Shakespeare war Miteigentümer des Theaters Die Familie von Richard Burbage, dem führenden Schauspieler des Ensembles, hatte das Theater in Shoreditch gebaut, hatte aber nicht das Geld, um ein Grundstück für das neue Schauspielhaus zu pachten. Daher baten sie einige Mitglieder des Unternehmens um Investitionen. William Shakespeare wurde mit 12,5 % am Globe Theater beteiligt und zahlte 10 Pfund für seinen Anteil. Nun fehlte nur noch jemand, der ein paar sehr populäre Stücke schrieb, damit die Sitze gut gefüllt waren und sich ihre Investition rentierte... 5. Das Globe Theater war schon immer ein “Sommernachtstraum” Da das Globe Theater London unter freiem Himmel liegt, war es schon immer ein Ort, an dem man bei schönem Wetter eine Aufführung besuchen konnte. Schon zu Shakespeares Zeiten zog das Ensemble im Winter nach drinnen, um dort zu spielen. Das ist auch heute noch so, wobei die Wintervorstellungen im angrenzenden Sam Wanamaker Playhouse stattfinden.  Führungen durch Shakespeare's Globe Theatre, die eine Fülle von Einblicken in das Theater zur Zeit von damals und in den heutigen Betrieb bieten, sind das ganze Jahr über möglich. Nutze den London Pass für einen freien Eintritt. Weitere faszinierende Dinge, die du in London unternehmen kannst, findest du hier 6. Shakespeare bezog sich in seinem Werk auf das Globe Theater Heinrich V. erwähnt das "hölzerne O" in dem gleichnamigen Stück. Prospero spricht in einem entscheidenden Moment in Der Sturm von "dem großen Globus selbst". Zum einen ist es eine Hommage an einen Ort, der ihm so wichtig war. Außerdem hat es etwas Einbeziehendes, wenn sich jemand auf der Bühne auf den Ort bezieht, an dem alle Schauspieler:innen und das Publikum versammelt sind. 7. Shakespeare könnte das Motto des Globe Theaters paraphrasiert haben Es heißt - obwohl die Quellenlage recht dünn ist -, das Motto des Globe Theaters sei Totus mundus agit histrionem gewesen, was so viel bedeutet wie "Die ganze Welt ist ein Schauspielhaus". Das ist eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem berühmten Satz aus Shakespeare’s Wie es euch gefällt: "Die ganze Welt ist eine Bühne." 8. Für das Genre des jeweiligen Stück des Tages wurde eine eigene Fahne gehisst Verschiedene Fahnen wurden verwendet, um anzuzeigen, welche Art von Stück an diesem Tag aufgeführt wurde. Hoch über dem Theater wehend, waren sie ein gutes Mittel, um das Genre der Aufführung bekannt zu geben oder potenzielle Theaterbesucher:innen über eine Absage in letzter Minute zu informieren. Dies war in vielen elisabethanischen Theatern der Fall.  Schwarze Fahnen wurden für Tragödien gehisst. Rote Fahnen kündigten Historienspiele an. Komödien wurden durch das Hissen weißer Fahnen signalisiert.  9. Das Globe Theater wurde nach dem Vorbild des Kolosseums in Rom gebaut Viele elisabethanische Schauspielhäuser waren ähnlich aufgebaut wie das Kolosseum in Rom. Die abgestuften Sitzbereiche sind rund um die Bühne angeordnet. In der Vergangenheit konnten sie bis zu 3000 Gäste fassen, aber jetzt haben die Zuschauer:innen etwas mehr Spielraum, wenn die Beine im vierten Akt nach Bewegung rufen. Diejenigen, die vom "The Pit" aus zugesehen haben, dem Stehplatzbereich am Fuß der Bühne, wurden als "Groundlings" bezeichnet. Für einen schmalen Taler konnte man sich die Aufführungen vom Graben aus ansehen.  Im heutigen Shakespeare Globe Theater ist dies noch immer der günstigste Platz, von dem aus man eine Aufführung sehen kann. Heutzutage kann man Karten schon für einen Fünfer bekommen. 10. Heinrich VIII. brannte das Shakespeare Globe Theater London nieder Nun ja, so ähnlich. Es war nicht wirklich Heinrich VIII., der das Globe Theatre von Shakespeare niedergebrannt hat. Er hat zwar zu seiner Zeit eine Menge schrecklicher Dinge getan, aber er war schon fast 20 Jahre tot, bevor Shakespeare geboren wurde. Am 29. Juni 1613 wurden während einer Aufführung von Shakespeares Heinrich VIII. einige kleine Kanonen abgefeuert, die keine Kugeln enthielten, sondern mit echtem Schießpulver geladen waren. Das Strohdach ging in Flammen auf. Das ganze Gebäude brannte innerhalb von etwa einer Stunde nieder. Es wurde glücklicherweise niemand ernsthaft verletzt. Das waren auch schon unsere spannenden Fakten über das Shakespeare Globe Theater London. Aber bevor du diesen Blog verlässt, wirf einen Blick auf unseren Leitfaden für die Besichtigung des Shakespeare's Globe Theatre. Die Tour ist mit dem London Pass übrigens kostenlos! Fassen wir also die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen: Die berühmten Anfänge des Globe Theaters Das Globe Theater London, das eng mit William Shakespeare verbunden ist, ist eine Ikone in der Welt des Theaters. Das 1599 erbaute Theater im Herzen Londons war der Geburtsort vieler Shakespeare-Meisterwerke. Ein kurioses Detail? Die Balken, die dieses historische Theater umrahmen, stammen aus einem älteren Schauspielhaus. Shakespeares Bühne: Mehr als nur ein Theater Das Globe Theater war mehr als nur ein Veranstaltungsort, es war der Ort, an dem Geschichten lebendig wurden.  Obwohl es weithin als Shakespeares Spielplatz bekannt ist, liegt seine wahre Identität in seinem Namen, dem Globe Theatre. Das an der Themse gelegene Theater mit seiner markanten runden Form wurde zum Schauplatz von Shakespeares legendären Erzählungen. Die meisten seiner Stücke wurden auf dieser Bühne aufgeführt. Und wer sich für die Kapazität des Theaters interessiert: Das Globe Theater bot Platz für etwa 3.000 Zuschauer:innen, die sich in der Regel im Freien aufhielten. Das Globe heute wiederentdecken Planst du einen Besuch in London? Willst du dort spazieren gehen, wo einst Shakespeare gewirkt hat? Dann gibt es gute Neuigkeiten! Das heutige (dritte) "Shakespeare's Globe Theater" steht nur einen Steinwurf von der Stelle entfernt, an der sich einst das Original befand. Diese neu gestaltete Attraktion repräsentiert Shakespeares bleibenden Einfluss. Lass dir dieses besondere Erlebnis nicht entgehen - und spare beim Eintritt mit dem London Pass, mit dem du übrigens auch kostenlosen Zutritt zu vielen weiteren London Attraktionen hast! Globe Theater London - Häufig gestellte Fragen (FAQs) Q. Was hat Shakespeare im Globe Theater gemacht? A. Im Globe Theater schrieb William Shakespeare nicht nur einige seiner berühmtesten Stücke, sondern trat auch als Schauspieler auf und war am Betrieb des Theaters beteiligt. Q. Gibt es das Globe Theater von Shakespeare noch? A. Das ursprüngliche Globe Theater steht zwar nicht mehr, aber eine originalgetreue Nachbildung, bekannt als "Shakespeare's Globe", wurde in der Nähe des ursprünglichen Standorts errichtet und steht heute als Zeugnis für das bleibende Vermächtnis des Barden. Q. Warum heißt Shakespeares Theater "Globe"? A. Shakespeares Theater wurde "Globe" genannt, weil es die Idee symbolisierte, dass das Theater wie ein "hölzernes O" aussah, das die Welt darstellte, wie im Prolog seines Stücks Heinrich V. erwähnt. Q. Welche Stücke hat Shakespeare im Globe Theatre geschrieben? A. Während seiner Zeit im Globe Theater schrieb Shakespeare mehrere seiner berühmten Werke, darunter "Julius Cäsar", "Macbeth", "Othello" und "Hamlet", um nur einige zu nennen.
Henrike Thiele
Henrike Thiele
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