Geheimnisse des Royal Observatory: Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen

Paul Miller vom Team für Besuchererlebnisse am Royal Observatory Greenwich verrät uns alles über seine Lieblingsexponate, historische Helden und einige überirdische Überraschungen.

Letztes Update: 30. Juli 2026
Das Royal Observatory Greenwich

Auf dem Hügel im Greenwich Park befindet sich eine der geschichtsträchtigsten und buchstäblich bahnbrechendsten Institutionen Londons: the Royal Observatory. Hier nahm die Zeit ihren Anfang (schon mal von GMT gehört?), hier greifen Teleskope nach den Sternen und hier ticken Uhren mit jahrhundertelanger Präzision. Aber wie ist es, an einem so weltberühmten Ort zu arbeiten?

Wir haben uns mit einem Mitglied des Teams für Besuchererlebnisse des Royal Observatory getroffen, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und zu erfahren, was diesen Ort antreibt – und nein, es sind nicht nur die Uhren.

Was schauen Sie sich am Royal Observatory am liebsten an?

„Es ist unmöglich, nicht mit den Marine-Chronometern von John Harrison zu beginnen“, sagt er. „Diese Uhren aus dem 18. Jahrhundert wurden für den Einsatz auf See gebaut, damit Navigatoren den Längengrad berechnen konnten. Es sind wahrscheinlich die wichtigsten Zeitmesser, die je gebaut wurden – vielleicht sogar die wichtigsten Maschinen überhaupt. Und sie funktionieren immer noch!“

Ebenso begeistert ist er vom Great Equatorial Telescope. „Es ist 28 Fuß lang und hat eine 28-Zoll-Linse – das größte Refraktorteleskop in Großbritannien. Es passt kaum in seine Kuppel, wodurch es noch größer, fast schwindelerregend wirkt – wie etwas aus Alice im Wunderland.“

Und natürlich gibt es da noch diese berühmte Linie. „Der Nullmeridian der Welt – definiert durch das Transitkreis-Teleskop von George Biddell Airy. Es mag nur eine Linie auf dem Boden sein, aber sie ist unglaublich bedeutungsvoll.“ Sie hat definitiv die Kraft, Gäste zu allen möglichen Posen zu bewegen, um die kreativsten Fotos zu machen – etwas, das Paul sicher oft sieht. Erfahren Sie what the big deal is about the Prime Meridian!

Die Greenwich-Meridianlinie

Dieses Foto auf beiden Seiten der Meridianlinie muss einfach sein.

Gibt es Geheimtipps, die man oft übersieht?

Wenn Sie denken, dass Astrolabien unbedeutend sind, wird Paul Sie eines Besseren belehren. Und für alle, die nicht wissen, was das ist (keine Sorge, ich wusste es auch nicht): Ein Astrolabium ist ein antikes astronomisches Instrument, mit dem die Position von Sonne und Sternen bestimmt, die Zeit abgelesen und verschiedene andere Berechnungen durchgeführt wurden.

„Wir haben die viertgrößte Sammlung von Astrolabien weltweit“, sagt er. „Diese tragbaren Geräte wurden fast 2.000 Jahre lang verwendet – sie sind wohl die wichtigsten astronomischen Werkzeuge, die je erfunden wurden.“

Eines aus dem 13. Jahrhundert, gefertigt von einem Astronomen namens Mahmud ibn Shawka, „wurde aus seiner ursprünglichen Form gebogen, um der langsamen Veränderung der Erdachse zu entsprechen, damit es auch Jahrhunderte später noch genau blieb.“ Diese Präzision in einer Zeit vor Google Maps ist absolut beeindruckend.

Ein weiteres unterschätztes Wunderwerk? James Bradleys Zenith Sector-Teleskop. „Es sieht eher unscheinbar aus, half aber zu beweisen, dass sich die Erde tatsächlich um die Sonne bewegt – zweihundert Jahre nachdem Kopernikus dies vermutet hatte.“ Ein weiterer Beweis dafür, dass manchmal die unscheinbarsten Exponate die spannendsten Geschichten erzählen.

Die Kuppel des Royal Observatory

Wenn Sie Glück haben, können Sie miterleben, wie sich die Kuppel öffnet, und einen Blick durch das Teleskop werfen!

Hatten Sie bei der Arbeit schon einmal einen echten „Wow“-Moment?

„Oh, ständig“, sagt Paul.

„Die Wow-Momente kommen fast immer von den Gästen. Wir treffen Experten aus verschiedenen faszinierenden Bereichen – Astronomen und Uhrmacher, Navigatoren und Astronauten, Ingenieure und Vermesser.“

Ein Moment, der ihm besonders in Erinnerung geblieben ist, war ein Gespräch mit einer Familie aus dem Iran. „Wir hatten über die Himmelsreise des Propheten Mohammed und Dantes Paradiso gesprochen, und sie schrieben eine Auswahl an Ajat für mich auf. Es waren wunderschöne Verse, auf die ich bei meinen Führungen immer noch Bezug nehme.“

Gibt es Missverständnisse, die die Leute vor ihrem Besuch haben?

„Ein großes ist die Überraschung darüber, wie viele Uhren wir haben!“, sagt Paul. „Die Vorstellung, dass Astronomen ‚rationale‘ Wissenschaft nutzen, um große Fragen zu beantworten, ist relativ neu. Aber solange die Menschen aufrecht stehen, haben sie die Astronomie genutzt, um die Zeit zu messen und zu verstehen – und natürlich, um die Zukunft vorherzusagen ...“

Die hochkarätige Uhrensammlung des Observatoriums umfasst alles – von Thomas Tompions knapp vier Meter langen Pendeluhren bis hin zum Shortt-Freipendel, „das 250 Jahre später bewies, dass die Erdrotation nicht so konstant ist, wie wir einst dachten!“

Ebenfalls überraschend? „Das Observatorium wurde gegründet, um die Navigation zu unterstützen. Wir besitzen noch eine Erstausgabe des Nautical Almanac von 1767 – und er wird immer noch veröffentlicht.“

Eine Uhr im Royal Observatory

Das ist eine beeindruckend aussehende Uhr!

Welchen historischen Astronomen würden Sie am liebsten treffen?

Pauls engere Wahl liest sich wie eine himmlische Traum-Dinnerparty.

„Edmond Halley – nicht nur wegen seiner bahnbrechenden Arbeit, sondern weil er offensichtlich wusste, wie man eine gute Zeit hat.“

Er setzt sich auch für Alice Everett ein, eine der ersten professionellen Astronominnen. „Sie arbeitete hier im Jahr 1890 und war die erste weibliche Sekretärin der British Astronomical Association. Ihre Forschung an der Spiegeltrommel half dabei, die Grundlagen für das Fernsehen zu legen.“

Und dann ist da noch Benjamin Banneker. „Der erste afroamerikanische Astronom – und der Landvermesser für das Projekt, das Washington D.C. als Hauptstadt etablierte. Neben seiner offensichtlichen historischen Bedeutung beherbergt Washington einige sehr faszinierende und eher mysteriöse astronomische Effekte ...“

Eine Uhr im Royal Observatory mit Gästen

Im Ernst, sie kennen sich mit ihren Uhren aus!

Was lieben Sie sonst noch in Greenwich?

„Das Royal Observatory ist zusammen mit dem National Maritime Museum, Cutty Sark und dem Queen’s House Teil von Royal Museums Greenwich,. Jedes für sich ist brillant, aber zusammen erzählen sie eine unglaubliche Geschichte von Großbritannien, dem Meer und den Sternen.“

Und die Aussicht vom Hügel? „Ehrlich gesagt – sie ist atemberaubend. Inigo Jones’ Queen’s House, Wrens Old Royal Naval College, die Themse, die sich um Canary Wharf windet – es ist, als würde man Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf einmal sehen.“

Planen Sie Ihren Besuch

Bereit, den Nullmeridian zu überqueren, Zeitmaschinen aus dem 18. Jahrhundert zu bestaunen und Ihre eigene Perspektive auf das Universum zu erweitern? Das Royal Observatory ist ein Muss für Neugierige, Geschichtsinteressierte und Sternengucker jeder Art. Paul ist vielleicht sogar da, um Ihnen sein Lieblingsastrolabium zu zeigen – wenn Sie höflich fragen.

Hat Ihnen das gefallen?

Besuchen Sie unseren cheats guide to space and time oder discover what the big deal is about Prime Meridian.

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Alice Padfield
Alice Padfield
Content-Manager

Alice is a copywriter in the Content team at Go City®, where she combines her love for travel, literature, food and theatre to craft inspiring content for cultural explorers. From blog articles to TikToks, she creates engaging stories that help travellers uncover hidden gems and must-see spots in every city. Passionate about exploring new destinations, Alice shares her discoveries to help others curate unforgettable itineraries.

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Westminster Abbey – Die 15 häufigsten Fragen!

1. Was ist Westminster Abbey? Westminster Abbey ist eine größtenteils gotische Kirche, die als Schauplatz für alle königlichen Krönungen, mehrere königliche Eheschließungen und die Beerdigungen vieler berühmter Briten und insbesondere Royals bekannt ist. Die historische und kulturelle Bedeutung der Abtei sowie ihre beeindruckende Architektur machen sie zu einem der bemerkenswertesten religiösen Gebäude des Landes. Von der UNESCO wurde die Westminster Abbey zum Weltkulturerbe erklärt, sie steht unter Denkmalschutz und ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen von London. 2. Wie alt ist Westminster Abbey? Der Ort ist seit etwa 960 n. Chr. eine religiöse Stätte. Benediktinermönche gründeten damals die Westminster Abbey. Die Abtei gewann im Jahr 1066 an Bedeutung, als hier die Krönung von Wilhelm dem Eroberer stattfand. Seitdem war sie der Schauplatz aller Krönungen der britischen und englischen Monarchen. Das heutige Gebäude wurde größtenteils zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert erbaut, wobei die aufeinanderfolgenden Monarchen ihre Spuren in der Architektur des Gebäudes hinterlassen haben. 3. Welche berühmten Ereignisse haben in der Westminster Abbey stattgefunden? Da gibt es so einiges: jede Krönung eines Königs und einer Königin seit Wilhelm dem Eroberer. Die Beerdigung von Diana, Prinzessin von Wales, fand in der Abtei statt. Auch die Hochzeit ihres Sohnes, Prinz William und Catherine Middleton, wurde hier gefeiert. Oliver Cromwell wurde hier begraben, bis sich die Meinungen über ihn änderten und er wieder ausgegraben wurde. 4. Was kann man in der Westminster Abbey sehen? Die vielen berühmten Persönlichkeiten, die hier begraben sind, haben der Abtei den Spitznamen "Großbritanniens Walhalla" eingebracht. Isaac Newton, Charles Darwin und Stephen Hawking liegen alle nebeneinander. Königin Elisabeth I. hat eine sehr prominente Gedenkstätte. Rudyard Kipling, Charles Dickens und Geoffrey Chaucer gehören zu den literarischen Giganten, die in Poets' Corner begraben sind. Wenn Du also durch Westminster Abbey gehst, machst Du einen Rundgang durch die britische Geschichte und besuchst einige der bedeutendsten Persönlichkeiten des Landes. Für viele ist der Krönungsstuhl in der St.-Georgs-Kapelle eines der wertvollsten und am meisten gehüteten Schätze des Landes. Er hat tatsächlich schon einige sehr berühmte Gesichter gesehen. Das Fächergewölbe und die langen Glasfenster der Marienkapelle aus dem 16. Jahrhundert sind atemberaubend. Hier befindet sich auch das Denkmal für Elisabeth I. Die Pyx Chamber ist der älteste Teil der Westminster Abbey, mit einem mittelalterlichen Kachelboden aus dem 11. Jahrhundert. Die Buntglasfenster in der Hauptkirche sind ebenfalls beeindruckend. David Hockneys Queen's Window von 2018, das Elizabeth II. gewidmet ist, ist besonders sehenswert. Seine großen Farbausbrüche zeigen eine leuchtende britische Landschaft und spiegeln die Liebe der Königin zur britischen Heimat wider. Das Grab des Unbekannten Soldaten am westlichen Ende des Kirchenschiffs ist für viele zu einem Wallfahrtsort geworden. Der Leichnam wurde nach dem Ersten Weltkrieg aus Frankreich zurückgebracht und ist in französischer Erde unter einer Platte aus schwarzem belgischem Marmor beigesetzt. 5. Gibt es einen Audioguide in der Westminster Abbey? Ja, es gibt sogar einen Multimedia-Guide, den du auf dein Handy oder Tablet herunterladen kannst. Alternativ kannst du eines der bereitgestellten Geräte verwenden. Er ist für alle Besucher kostenlos und auf Deutsch und 13 weiteren Sprachen erhältlich. Der Audiokommentar in englischer Sprache wird von dem Oscar-prämierten Schauspieler Jeremy Irons gesprochen. Eine Version der Tour in britischer Gebärdensprache ist ebenfalls verfügbar und es gibt eine Familienführung (in allen 14 Sprachen) für Besucher zwischen 6 und 12 Jahren. 6. Wieviel kostet ein Besuch in der Westminster Abbey? Die genauen Kosten erfährst Du immer auf der Website der Abbey Mit einem London Pass zahlst Du allerdings keinen Westminster Abbey Eintritt. Außerdem kannst Du mehr als 90 weitere aufregende Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Attraktionen in London erleben. 7. Kann ich in der Westminster Abbey Fotos machen? Ja, Fotos sind erlaubt. Videos und Selfiesticks sind verboten. Während der Gottesdienste ist Fotografieren verboten. Auch in den Galerien zum Diamantenen Kronjubiläum der Queen darf nicht fotografiert werden. 8. Gibt es einen Dresscode? Da es sich um eine aktiv genutzte Kirche handelt, sollte man sich angemessen kleiden und keine Kopfbedeckungen tragen. 9. Ist Westminster Abbey barrierefrei zugänglich? Einige Bereich der Westminster Abbey können nicht mit einem Rollstuhl oder von Menschen mit eingeschränkter Mobilität erreicht werden. Dennoch gibt es viel zu sehen, und die Eintrittskarten sind für diese Besucher und ihre Begleiter:innen kostenlos. Barrierefreie Toiletten findest du im Kreuzgang und im Cellarium-Café. Die Abtei ist im gesamten Hauptgebäude mit einer Hörschleifenanlage ausgestattet. Führungen mit Audioguide und persönlicher Betreuung können im Voraus gebucht werden. Für weitere Informationen wende dich bitte an [email protected] Die Tickets für Westminster Abbey, die du mit einem London Pass bekommst, enthalten einen kostenlosen Multimedia-Guide. 10. Gibt es lange Wartezeiten? In der Hauptsaison kann das durchaus sein. Von Mai bis September und zu bestimmten Feiertagen, kann es bis zu 1 Stunde dauern, bis du Westminster Abbey betreten kannst. Besonders wenn du gegen Mittag ankommst. Nach 13.00 Uhr wartet man generell nicht so lange. 11. Welche Öffnungszeiten hat Westminster Abbey? Die Abbey ist Montag bis Freitag von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet. Samstags ist sie von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr geöffnet. Am Sonntag ist sie geschlossen, kann aber zu Gottesdiensten und für Gebete besucht werden. 12. Kann ich an einer Führung teilnehmen? Das ist möglich und zwar in Begleitung eines Küsters. Die Führungen müssen vor Ort gebucht werden und kosten 10 £ (zusätzlich zum Eintrittspreis). Informier dich am besten auf der Website über die Uhrzeiten. 13. Gibt es Essen und Getränke in der Westminster Abbey? Ja, das Cellarium Café erstreckt sich über zwei Etagen und serviert eine saisonale Speisekarte mit britischer und internationaler Küche, mit einigen vegetarischen und veganen Optionen und einem Kindermenü. Es befindet sich in den Räumen, in denen Mönche im 14. Jahrhundert ihre Lebensmittel und Getränke aufbewahrten. Jetzt werden hier reinigende Säfte verkauft. Das Cellarium Cafe ist von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Samstags öffnet es um 9.00 Uhr und schließt um 17.00 Uhr. An Sonntagen sind die Öffnungszeiten von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr. 14. Gibt es einen Westminster Abbey Shop? Ja, dort werden unter anderem Reiseführer, Dekoartikel für zuhause, Kalender, spirituelle Gegenstände und feines Porzellan verkauft. Einer der wunderschönen Drucke ist eine besonders schöne Erinnerung an deinen Besuch in der Westminster Abbey. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag von 9.15 Uhr bis 19.00 Uhr und sonntags von 11.00 Uhr bis 17.30 Uhr. 15. Wie kommt man zur Westminster Abbey? Mit der London Tube (U-Bahn) ist es wahrscheinlich am einfachsten, da Westminster (Jubilee, District & Circle Lines) und St James's Park (District und Circle Lines) die nächstgelegenen Stationen sind. Mit der National Rail erreichst Du London Victoria und London Waterloo. Sie sind beide nur knapp eine Meile entfernt. Busse, die in der Nähe halten, findest Du auf der Website von Transport for London. Um in London jederzeit mobil zu sein, besorg dir unbedingt eine Oyster Card London. Die kannst du direkt mit dem London Pass bestellen. Urlaub in London mit dem London Pass Hast Du Lust die legendäre Westminster Abbey zu besuchen? Dann komm einfach vorbei und genieß den Ausblick. Westminster Abbey Tickets sind in einem London Pass inklusive. Der Sightseeing-Pass enthält zusätzlich zum Westminster-Abbey-Eintritt weitere berühmte London-Sehenswürdigkeiten. Entdecke sie alle mit der praktischen London Pass App. Ganz in Der Nähe findest du zum Beispiel den Tower of London oder die St. Pauls Cathedral. Am besten schaust du dir gleich alle London-Sehenswürdigkeiten mit einer Hop-on Hop-off Bustour von Big Bus an. Hast du Lust auf noch mehr Londoner Wahrzeichen? Erfahre mehr über den Tower of London und weitere wichtige London-Sehenswürdigkeiten in unserem Blog. 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Melanie Lahmann
Globe Theater in London
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10 interessante Fakten über das Globe Theater London

Das an der Londoner Bankside gelegene Shakespeare's Globe Theatre repräsentiert das Freilichtspielhaus, in dem der Dramatiker selbst seine größten Werke verfasste. Doch viele wissen nicht, wie das Shakespeare-Theater eigentlich heißt - Globe Theatre ist der offizielle Name des Theaters!  Wirf mit uns einen Blick auf 10 interessante Fakten über das Shakespeare Globe Theater London und finde heraus, warum es eine der unterhaltsamsten London Attraktionen darstellt. Erfahre unter anderem: Die bemerkenswerte Geschichte des ersten Globe Theaters Wie das Globe Theater London niederbrannte Die Geschichte des neuen Shakespeare's Globe Theatre Warum der Bau nicht ganz legal war Und vieles mehr 1. Das Shakespeare Globe Theater steht nur wenige Meter vom Original entfernt Das 1997 fertiggestellte Shakespeare's Globe Theatre ist das dritte Globe Theatre, das am Südufer der Themse gebaut wurde. Die ursprünglichen Globes befanden sich nur eine Straße weiter hinten am Fluss. Das ursprüngliche Globe Theatre wurde 1599 erbaut und 1613 durch ein Feuer zerstört. Ein Jahr später wurde es wieder aufgebaut, aber 1644 in ein Mietshaus umgewandelt, nachdem puritanische Ängste vor Bühnenstücken die Londoner Theater 1642 zur Schließung gezwungen hatten. 2. Shakespeare’s Globe Theatre wurde so umgebaut, dass es dem ursprünglichen Globe so ähnlich wie möglich war Das dritte Globe Theater Londons - das sogenannte Shakespeare's Globe Theatre - sollte den ersten beiden so ähnlich wie möglich sein. Die Form und der Grundriss des Original-Theaters sowie die verwendeten Holzarten und Bautechniken wurden eingehend untersucht. Das neue Theater besteht aus demselben Holz - grüne Eiche -, das die ursprünglichen Erbauer verwendet haben und die Balken sind mit Holzpflöcken miteinander verbunden. Natürlich mussten moderne Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen in die Konstruktion einbezogen werden, einschließlich der Verkleidung des Strohdachs mit feuerhemmendem Material. 3. Man könnte sagen, der Bau des ersten Globe Theaters war nicht ganz legal Das ursprüngliche Globe Theater London wurde von der Theatertruppe gebaut, der Shakespeare angehörte - den Lord Chamberlain's Men (später bekannt als die King's Men). Es wurde aus Holz errichtet, das aus dem Theater in Shoreditch - dem ersten Theater, das Shakespeare’s Werke aufführte - wiederverwendet wurde.  Der ehemalige Vermieter war darüber nicht sehr erfreut und würde nicht sagen, dass das Holz "recycelt" wurde, sondern das Wort “gestohlen” vorziehen. Es heißt, dass Mr. Allen sich weigerte, den Pachtvertrag für das Grundstück, auf dem das Theater stand, zu verlängern. Also schlich sich die Truppe - einschließlich Shakespeare - mit Dolchen und Knüppeln bewaffnet auf Allen’s Land, während er über Weihnachten verreist war. Sie nahmen alle Haupthölzer mit und lagerten sie in einem Hof nördlich der Themse. 4. Shakespeare war Miteigentümer des Theaters Die Familie von Richard Burbage, dem führenden Schauspieler des Ensembles, hatte das Theater in Shoreditch gebaut, hatte aber nicht das Geld, um ein Grundstück für das neue Schauspielhaus zu pachten. Daher baten sie einige Mitglieder des Unternehmens um Investitionen. William Shakespeare wurde mit 12,5 % am Globe Theater beteiligt und zahlte 10 Pfund für seinen Anteil. Nun fehlte nur noch jemand, der ein paar sehr populäre Stücke schrieb, damit die Sitze gut gefüllt waren und sich ihre Investition rentierte... 5. Das Globe Theater war schon immer ein “Sommernachtstraum” Da das Globe Theater London unter freiem Himmel liegt, war es schon immer ein Ort, an dem man bei schönem Wetter eine Aufführung besuchen konnte. Schon zu Shakespeares Zeiten zog das Ensemble im Winter nach drinnen, um dort zu spielen. Das ist auch heute noch so, wobei die Wintervorstellungen im angrenzenden Sam Wanamaker Playhouse stattfinden.  Führungen durch Shakespeare's Globe Theatre, die eine Fülle von Einblicken in das Theater zur Zeit von damals und in den heutigen Betrieb bieten, sind das ganze Jahr über möglich. Nutze den London Pass für einen freien Eintritt. Weitere faszinierende Dinge, die du in London unternehmen kannst, findest du hier 6. Shakespeare bezog sich in seinem Werk auf das Globe Theater Heinrich V. erwähnt das "hölzerne O" in dem gleichnamigen Stück. Prospero spricht in einem entscheidenden Moment in Der Sturm von "dem großen Globus selbst". Zum einen ist es eine Hommage an einen Ort, der ihm so wichtig war. Außerdem hat es etwas Einbeziehendes, wenn sich jemand auf der Bühne auf den Ort bezieht, an dem alle Schauspieler:innen und das Publikum versammelt sind. 7. Shakespeare könnte das Motto des Globe Theaters paraphrasiert haben Es heißt - obwohl die Quellenlage recht dünn ist -, das Motto des Globe Theaters sei Totus mundus agit histrionem gewesen, was so viel bedeutet wie "Die ganze Welt ist ein Schauspielhaus". Das ist eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem berühmten Satz aus Shakespeare’s Wie es euch gefällt: "Die ganze Welt ist eine Bühne." 8. Für das Genre des jeweiligen Stück des Tages wurde eine eigene Fahne gehisst Verschiedene Fahnen wurden verwendet, um anzuzeigen, welche Art von Stück an diesem Tag aufgeführt wurde. Hoch über dem Theater wehend, waren sie ein gutes Mittel, um das Genre der Aufführung bekannt zu geben oder potenzielle Theaterbesucher:innen über eine Absage in letzter Minute zu informieren. Dies war in vielen elisabethanischen Theatern der Fall.  Schwarze Fahnen wurden für Tragödien gehisst. Rote Fahnen kündigten Historienspiele an. Komödien wurden durch das Hissen weißer Fahnen signalisiert.  9. Das Globe Theater wurde nach dem Vorbild des Kolosseums in Rom gebaut Viele elisabethanische Schauspielhäuser waren ähnlich aufgebaut wie das Kolosseum in Rom. Die abgestuften Sitzbereiche sind rund um die Bühne angeordnet. In der Vergangenheit konnten sie bis zu 3000 Gäste fassen, aber jetzt haben die Zuschauer:innen etwas mehr Spielraum, wenn die Beine im vierten Akt nach Bewegung rufen. Diejenigen, die vom "The Pit" aus zugesehen haben, dem Stehplatzbereich am Fuß der Bühne, wurden als "Groundlings" bezeichnet. Für einen schmalen Taler konnte man sich die Aufführungen vom Graben aus ansehen.  Im heutigen Shakespeare Globe Theater ist dies noch immer der günstigste Platz, von dem aus man eine Aufführung sehen kann. Heutzutage kann man Karten schon für einen Fünfer bekommen. 10. Heinrich VIII. brannte das Shakespeare Globe Theater London nieder Nun ja, so ähnlich. Es war nicht wirklich Heinrich VIII., der das Globe Theatre von Shakespeare niedergebrannt hat. Er hat zwar zu seiner Zeit eine Menge schrecklicher Dinge getan, aber er war schon fast 20 Jahre tot, bevor Shakespeare geboren wurde. Am 29. Juni 1613 wurden während einer Aufführung von Shakespeares Heinrich VIII. einige kleine Kanonen abgefeuert, die keine Kugeln enthielten, sondern mit echtem Schießpulver geladen waren. Das Strohdach ging in Flammen auf. Das ganze Gebäude brannte innerhalb von etwa einer Stunde nieder. Es wurde glücklicherweise niemand ernsthaft verletzt. Das waren auch schon unsere spannenden Fakten über das Shakespeare Globe Theater London. Aber bevor du diesen Blog verlässt, wirf einen Blick auf unseren Leitfaden für die Besichtigung des Shakespeare's Globe Theatre. Die Tour ist mit dem London Pass übrigens kostenlos! Fassen wir also die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen: Die berühmten Anfänge des Globe Theaters Das Globe Theater London, das eng mit William Shakespeare verbunden ist, ist eine Ikone in der Welt des Theaters. Das 1599 erbaute Theater im Herzen Londons war der Geburtsort vieler Shakespeare-Meisterwerke. Ein kurioses Detail? Die Balken, die dieses historische Theater umrahmen, stammen aus einem älteren Schauspielhaus. Shakespeares Bühne: Mehr als nur ein Theater Das Globe Theater war mehr als nur ein Veranstaltungsort, es war der Ort, an dem Geschichten lebendig wurden.  Obwohl es weithin als Shakespeares Spielplatz bekannt ist, liegt seine wahre Identität in seinem Namen, dem Globe Theatre. Das an der Themse gelegene Theater mit seiner markanten runden Form wurde zum Schauplatz von Shakespeares legendären Erzählungen. Die meisten seiner Stücke wurden auf dieser Bühne aufgeführt. Und wer sich für die Kapazität des Theaters interessiert: Das Globe Theater bot Platz für etwa 3.000 Zuschauer:innen, die sich in der Regel im Freien aufhielten. Das Globe heute wiederentdecken Planst du einen Besuch in London? Willst du dort spazieren gehen, wo einst Shakespeare gewirkt hat? Dann gibt es gute Neuigkeiten! Das heutige (dritte) "Shakespeare's Globe Theater" steht nur einen Steinwurf von der Stelle entfernt, an der sich einst das Original befand. Diese neu gestaltete Attraktion repräsentiert Shakespeares bleibenden Einfluss. Lass dir dieses besondere Erlebnis nicht entgehen - und spare beim Eintritt mit dem London Pass, mit dem du übrigens auch kostenlosen Zutritt zu vielen weiteren London Attraktionen hast! Globe Theater London - Häufig gestellte Fragen (FAQs) Q. Was hat Shakespeare im Globe Theater gemacht? A. Im Globe Theater schrieb William Shakespeare nicht nur einige seiner berühmtesten Stücke, sondern trat auch als Schauspieler auf und war am Betrieb des Theaters beteiligt. Q. Gibt es das Globe Theater von Shakespeare noch? A. Das ursprüngliche Globe Theater steht zwar nicht mehr, aber eine originalgetreue Nachbildung, bekannt als "Shakespeare's Globe", wurde in der Nähe des ursprünglichen Standorts errichtet und steht heute als Zeugnis für das bleibende Vermächtnis des Barden. Q. Warum heißt Shakespeares Theater "Globe"? A. Shakespeares Theater wurde "Globe" genannt, weil es die Idee symbolisierte, dass das Theater wie ein "hölzernes O" aussah, das die Welt darstellte, wie im Prolog seines Stücks Heinrich V. erwähnt. Q. Welche Stücke hat Shakespeare im Globe Theatre geschrieben? A. Während seiner Zeit im Globe Theater schrieb Shakespeare mehrere seiner berühmten Werke, darunter "Julius Cäsar", "Macbeth", "Othello" und "Hamlet", um nur einige zu nennen.

Henrike Thiele
Henrike Thiele

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