Die Stamford Bridge ist seit über einem Jahrhundert die Heimat des FC Chelsea und damit eines der ältesten Fußballstadien in London und ganz Großbritannien. Erlebe die Tränen, Wutanfälle und Triumphe noch einmal mit unseren fünf liebsten Chelsea-Fakten. Anpfiff!
Eine kurze Geschichte des FC Chelsea und der Stamford Bridge
Eine kurze Geschichte des FC Chelsea und der Stamford Bridge
Der FC Chelsea war ein Spätzünder, denn er wurde erst 1905 gegründet, viel später als die eingeschworenen Rivalen Tottenham (1882) und Arsenal (1886). Es war das Jahr, in dem Las Vegas gegründet wurde, Jules Verne starb, Greta Garbo geboren wurde und Albert Einstein in seinen bahnbrechenden Annus Mirabilis-Aufsätzen die Grundlagen der modernen Physik schuf.
Von Oligarchen-Clubs war man 1905 noch weit entfernt und wie die meisten Mannschaften jener Zeit hatte auch Chelsea bescheidene Anfänge. Gegründet in einem Pub gegenüber dem Stamford Bridge-Stadion, brauchte Chelsea ganze 50 Jahre, um den Meistertitel zu erringen, von jenem schicksalhaften ersten Auswärtsspiel (einer 0:1-Niederlage gegen Stockport County) bis zum historischen Aufstieg unter Trainer Ted Drake in der Saison 1954/55.
Was das Stamford Bridge Stadium anbelangt, so war es seit seiner Eröffnung im Jahr 1877 die Heimat eines Leichtathletikvereins. Die Brüder Gus und Joseph Mears erwarben das Stadion 1896, aber erst 1904 gründete Gus das Team, das später der FC Chelsea werden sollte. Und der Rest ist – wie man so schön sagt – Geschichte.
Zahlencheck: Das Chelsea Stadion in London im Überblick
Zahlencheck: Das Chelsea Stadion in London im Überblick
Das Stamford Bridge-Stadion des FC Chelsea fasst 40.173 Zuschauer:innen, was für Premier-League-Verhältnisse ziemlich wenig ist. Im Vergleich dazu können die Erzrivalen Arsenal und Tottenham in ihren (zugegebenermaßen) weitaus moderneren Stadien jeweils mehr als 60.000 Fans unterbringen.
Die höchste Zuschauerzahl bei einem Fußballspiel an der Stamford Bridge wurde 1935 verzeichnet, als 82 905 Fans kamen, um zu sehen, wie Chelsea gegen Arsenal ein 1:1-Unentschieden erreichte. Das war natürlich lange bevor das Stadion zu einem reinen Sitzplatz-Stadion wurde. Bei einem Freundschaftsspiel gegen Dynamo Moskau im November 1945 sollen schätzungsweise über 100.000 Zuschauer:innen anwesend gewesen sein, doch gibt es keine offiziellen Angaben über die tatsächliche Zahl.
Nur sechs Spieler haben mehr als 500 Einsätze für den Verein absolviert. In aufsteigender Reihenfolge: César Azpilicueta (508), John Hollins (592), Frank Lampard (648), John Terry (717), Peter Bonetti (729) und die unumstrittene Blues-Legende Ron Harris, der zwischen 1961 und 1980 stolze 795 Pflichtspiele für den Verein absolvierte.
Kommen wir nun zu den lustigen Fakten über das FC Chelsea Stadion in London.
1. Erst kam das Stadion – und dann der Name des Clubs
Das Chelsea Stadion in London wurde ursprünglich nicht für den FC Chelsea gebaut. Tatsächlich war es genau andersherum: Der Verein wurde eigens gegründet, um das Stadion zu bespielen. Zuvor hatte man versucht, den Nachbarverein Fulham für die Nutzung zu gewinnen – doch der lehnte ab.
Da der Name „Fulham FC“ bereits vergeben und etabliert war, musste für den neuen Club ein anderer Name gefunden werden. Zur Wahl standen unter anderem „Stamford Bridge FC“ und „London FC“. Am Ende entschied man sich für „Chelsea FC“ – obwohl der Verein streng genommen nicht direkt im Stadtteil Chelsea liegt.
Beim Spitznamen „The Blues“ hingegen gab es keine Diskussionen, auch wenn er bereits von Birmingham City und der französischen Nationalmannschaft verwendet wurde. Aber Farben kann man eben nicht urheberrechtlich schützen.
2. Das Emblem des Vereins war nicht immer ein Löwe
2. Das Emblem des Vereins war nicht immer ein Löwe
Das heute ikonische Chelsea-Wappen mit dem blauen Löwen wurde erst in den 1950er-Jahren eingeführt – zusammen mit einer umfassenden Modernisierung des Clubs unter Manager Ted Drake. Vorher zierte tatsächlich ein Chelsea-Pensionär das Vereinsabzeichen – eine Anspielung auf das nahegelegene Royal Hospital Chelsea, in dem pensionierte Soldaten leben, was aber nicht unbedingt zu Premier-League-Ambitionen passte.
Der heutige brüllende Löwe, flankiert von einem Stab, roten Rosen und Fußballsymbolen, erschien erstmals in den frühen 1960er-Jahren auf einem Chelsea-Trikot. Seither wurde das Design mehrfach überarbeitet, doch die zentrale Figur ist geblieben – als stolzes Symbol des Vereins, das wohl noch lange Bestand haben wird.
Übrigens: Die beiden offiziellen Maskottchen des Clubs haben ebenfalls eine Löwengestalt. Sie heißen Stamford und Bridget, sind ganz in Blau gekleidet und begrüßen bei Heimspielen die Fans an der Stamford Bridge.
3. Die Stamford Bridge ist eines der ältesten Fußballstadien in London und Großbritannien
Während sich der englische Fußball vom lokalen Zeitvertreib zum milliardenschweren Unterhaltungsgiganten entwickelt hat, haben viele Clubs ihre Stadien vergrößert, modernisiert und auf Hochglanz gebracht – immer mit dem Ziel, mehr Zuschauer:innen anzulocken und die Vereinskasse zu füllen.
Der FC Chelsea hingegen ist seinem Heimstadion, der traditionsreichen Stamford Bridge, seit über 100 Jahren treu geblieben. Eines der ältesten Stadien Englands – und das, obwohl es an Ausbauplänen nie gemangelt hat. Immer wieder wurde über ein modernes Stadion mit 60.000 Plätzen diskutiert. Doch bauliche Vorgaben, Widerstand aus der Nachbarschaft und finanzielle Hürden haben diese Pläne bislang immer wieder ausgebremst.
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4. Das FC Chelsea Stadion in London hat eine der berühmtesten Tribünen des englischen Fußballs
4. Das FC Chelsea Stadion in London hat eine der berühmtesten Tribünen des englischen Fußballs
The Shed End, die Südtribüne der Stamford Bridge, ist traditionell der Lieblingsplatz der eingefleischten Chelsea-Fans und hat ihren Namen von der schuppenartigen Überdachung. Obwohl sie in den 1990er Jahren zu einer Sitzplatztribüne umgebaut wurde, ist der Name bis heute geblieben. Es gibt jetzt eine Gedenkwand für verstorbene Chelsea-Fans und die Asche der Vereinslegende Peter Osgood wurde 2006 unter dem Elfmeterpunkt des Shed End beigesetzt.
5. Frank Lampard hält den Rekord als Chelseas bester Torschütze
Frank Lampard hat in den 13 Jahren seines Wirkens für den FC Chelsea sage und schreibe 211 Mal ins Schwarze getroffen und damit den bisherigen Rekordhalter Bobby Tambling (202) überholt. Kein anderer Chelsea-Spieler hat bisher diese schwindelerregende Höhe erreicht, aber einige - darunter Peter Osgood, Jimmy Greaves, Didier Drogba und Eden Hazard - haben immerhin mehr als 100 Treffer erzielt.
Stamford Bridge Stadium Tour gefällig?
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