Tränen, Triumphe und Wutanfälle: Das FC Arsenal Stadion hat schon alles erlebt und noch viel mehr. Tauche ein und entdecke einige der skurrilsten und interessantesten Geheimnisse des Emirates-Stadions und seines Vereins.
Ein kleiner Einblick in die Geschichte des FC Arsenal Stadions
Ein kleiner Einblick in die Geschichte des FC Arsenal Stadions
Arsenal wurde 1886 gegründet – nur drei Jahre nach dem Startschuss für den englischen Fußballverband. Damals regierte noch Königin Victoria, das erste Glas Coca-Cola wurde ausgeschenkt, Autos und Grammophone waren gerade erst im Entstehen – und vom Video-Schiedsrichterassistent war glücklicherweise noch über ein Jahrhundert lang keine Spur.
Die Ursprünge des Vereins liegen im Südosten Londons: Im Oktober 1886 legte der Munitionsarbeiter David Danskin gemeinsam mit seinen Kollegen aus der Royal Arsenal in Woolwich Geld zusammen, um einen Fußball zu kaufen. Das Team nannte sich zunächst Dial Square FC, wurde bald zu Royal Arsenal, dann zu Woolwich Arsenal und schließlich zu The Arsenal, bevor sich der Name 1919 offiziell auf „Arsenal“ verkürzte. Viele Fans und Kommentator:innen nennen den Club bis heute immer noch liebevoll „The Arsenal“.
Seitdem hat sich Arsenal zu einem der erfolgreichsten Fußballvereine Englands entwickelt – mit 13 Meistertiteln in der First Division bzw. Premier League (zuletzt in der legendären „Invincibles“-Saison 2003/04) und 14 FA-Cup-Siegen.
Seine Heimspiele trägt der Verein seit 2006 im modernen Emirates Stadium im Norden Londons aus, das auf das traditionsreiche Highbury folgte. Seit 2024 nutzt auch die Frauenmannschaft von Arsenal dieses Stadion – ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte.
Zahlen & Daten: Ein Überblick über das FC Arsenal Stadion
Zahlen & Daten: Ein Überblick über das FC Arsenal Stadion
- Mit 60.704 Sitzplätzen gehört das Emirates Stadium zu den größten Fußballarenen im Vereinigten Königreich – nur das Wembley-Stadion mit seinen 90.000 Plätzen ist größer. Zum Vergleich: Arsenals früheres Zuhause, das Highbury-Stadion, bot gerade mal 38.149 Fans Platz.
- Den bisherigen Besucherrekord stellte ein Premier-League-Spiel gegen die Wolverhampton Wanderers im Jahr 2019 auf: 60.383 Zuschauer:innen verfolgten ein spannendes 1:1-Unentschieden.
- Das Spielfeld misst 105 mal 68 Meter, die gesamte Rasenfläche umfasst sogar 113 mal 76 Meter. Und wie viel hat das alles gekostet? Rund 390 Millionen Pfund – gesponsert von Emirates, deren Name das Stadion heute trägt.
Und jetzt, wo die trockenen Zahlen durch sind, kommen wir zu den spannenden Fakten…
1. Das Emblem des Vereins ist eine Kanone
Kein Zufall: Die Kanone ist seit 1888 fester Bestandteil des Arsenal-Wappens. Ursprünglich waren es drei, die nach Norden zeigten – später blieb nur eine übrig. Mal zeigte sie nach Osten, dann nach Westen, heute wieder nach Osten.
Der Vereinsname Arsenal verweist auf die Royal Arsenal Munitionsfabrik in Woolwich, wo der Club gegründet wurde – und genau dort liegt auch der Ursprung des Spitznamens „The Gunners“. Eine stolze Tradition mit ordentlich Wumms!
2. Arsenal hat seine Trikots von Nottingham Forest geklaut
2. Arsenal hat seine Trikots von Nottingham Forest geklaut
Zwei der Gründungsmitglieder des damaligen Dial Square FC hatten zuvor bei Nottingham Forest gespielt – und genau von dort kamen auch die ersten Trikots. Ihre ehemaligen Teamkollegen schickten freundlicherweise einen Satz weinroter Shirts aus den Midlands nach Woolwich und so trat die junge Mannschaft in fremden Farben an.
Diese Farbgebung blieb bis 1933 bestehen, als der legendäre Manager Herbert Chapman die heute ikonischen roten FC Arsenal Jerseys mit weißen Ärmeln einführte. Chapman war es auch, der Arsenal zum ersten FA-Cup-Sieg und zu zwei Meistertiteln führte – und den Grundstein für eine große Ära legte. Der Rest? Geschichte.
3. Die berühmte Stadionuhr stammt aus Highbury
Sie sieht vielleicht aus wie eine ganz normale Uhr, aber in der Welt von Arsenal ist sie ein echtes Kultobjekt. Die legendäre Stadionuhr wurde in den frühen 1930er-Jahren von Herbert Chapman eingeführt und tickte rund 70 Jahre lang am sogenannten „Clock End“ des alten Highbury-Stadions.
Als Highbury in Wohnungen umgewandelt wurde, kam für echte Fans nur eines infrage: Die Uhr musste mit umziehen. Also wurde sie mit einem 25-Tonnen-Kran und vier Arbeitern in einem stundenlangen Kraftakt abgebaut und im Emirates-Stadion neu installiert – gut sichtbar am südlichen Ende. Dort erinnert sie noch heute an Arsenals glorreiche Vergangenheit.
4. Du kannst auf den Spuren der Arsenal-Legenden wandeln
4. Du kannst auf den Spuren der Arsenal-Legenden wandeln
Naja, fast. Bei der Emirates Stadium London Tour kannst Du den Spielertunnel entlanggehen, Dich auf die Trainerbank setzen und Dir vorstellen, wie sich das Gebrüll der Fans anfühlt, wenn Du den Rasen betrittst.
Besonders eindrucksvoll ist der Blick in die Umkleidekabine – genau dort, wo einst Arsenal-Größen wie Thierry Henry, Dennis Bergkamp oder Freddie Ljungberg ihre Trikots überstreiften.
Pro-Tipp: Mit dem London Pass ist die FC Arsenal Stadiontour inklusive – und Du sparst auch beim Eintritt zu vielen weiteren Londoner Attraktionen.
5. Das Vereinsmaskottchen ist ein fröhlicher Dinosaurier
Gunnersaurus Rex – ein gut gelaunter, zwei Meter großer Dino unbekannter Art – hatte seinen ersten Auftritt 1994 bei einem Heimspiel gegen Manchester City. Seitdem ist der grüne Riese aus dem Arsenal-Kosmos nicht mehr wegzudenken.
Wie die berühmte Stadionuhr zog auch Gunnersaurus 2006 mit ins Emirates-Stadion um und bringt dort seither große und kleine Fans zum Schmunzeln.
Fun Fact: Manche sagen, er sei das Ergebnis eines Malwettbewerbs, den ein elfjähriger Fan gewann. Andere behaupten, er sei bei Bauarbeiten in Highbury aus einem uralten Ei geschlüpft. Was davon stimmt? Niemand weiß es so genau – aber wir lieben ihn trotzdem.
6. Die maximale Kapazität des FC Arsenal Stadions beträgt 72.000
6. Die maximale Kapazität des FC Arsenal Stadions beträgt 72.000
Ja, wir wissen – offiziell liegt die Zahl der Sitzplätze bei rund 60.000. Aber das gilt nur für reguläre Fußballspiele mit vollständig bestuhlten Tribünen und bespieltem Rasen.
Tatsächlich kann das Emirates-Stadion bis zu 72.000 Besucherinnen und Besucher fassen – perfekt für Musik-Acts, die auf ihrer Welttournee in einem der größten Fußballstadien in London auftreten wollen. Bruce Springsteen, Green Day und The Killers haben hier bereits für ausverkaufte Shows gesorgt.
Wenn Du Lust auf mehr bekommen hast, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen bei einer Stadiontour – buchbar mit dem London Pass. Oder stöbere weiter in unserem Guide zu Londons besten Sportattraktionen – oder erfahre fünf Fun Facts zum FC Chelsea Stadion in London.
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