Fußballstadien in London und Großbritannien: Unsere Favoriten für Stadiontouren

Du liebst Fußball? Dann solltest Du Dir einen Besuch in diesen Fußballstadien in London nicht entgehen lassen. Hier findest Du gleich mehrere legendäre Spielstätten – vom Emirates Stadium bis zur Stamford Bridge. Doch auch außerhalb der Hauptstadt warten echte Highlights auf Dich. Hier kommen unsere Favoriten für spannende Stadiontouren in Großbritannien.

Veröffentlicht: 15. Mai 2025
Fußballstadien in London - Tottenham Hotspur

Tottenham Hotspur Stadium

Tottenham Hotspur Stadium

Sicher, es mag schon eine Weile her sein, dass Tottenham einen Pokal gewonnen hat (ein 2:1-Sieg gegen Chelsea im Ligapokal 2008, um genau zu sein), aber das tut der Qualität des modernen Tottenham Hotspur Stadions keinen Abbruch. Es wurde an der Stelle des ursprünglichen Stadions an der White Hart Lane erbaut, das dem Verein von 1899 bis zu seinem Abriss im Jahr 2017 treu diente. Es verfügt über ein einzigartiges, ausfahrbares Spielfeld mit einer künstlichen Oberfläche, die für NFL-Spiele und Konzerte geeignet ist. Und mit 63.000 Sitzplätzen ist es auch das größte Vereinsstadion unter den Fußballstadien in London. Und das ist noch nicht alles: Auf dem Dare Skywalk kannst Du über das Dach des Stadions spazieren und hast einen fantastischen Blick auf das Spielfeld und die Londoner Skyline. Selbst alle Nicht-Fußballfans werden davon begeistert sein!

Das Emirates Stadium: FC Arsenal

Spielertunnel im Arsenal Stadion

Als Arsenal 2006 vom Highbury Stadium ins Emirates Stadium umzog, wurde die Kapazität um fast 40% erhöht. Die (relativ) neue Heimstätte bietet Platz für mehr als 60.000 Fans, und die Mannschaft hat seit dem Umzug mehrere weitere Trophäen (vor allem den FA Cup und den FA Community Shield) errungen. Was für ein Trophäenschrank! Bei einer Führung durch das Stadion kannst Du sie alle einzeln bestaunen - und dazu ikonische Exponate wie Thierry Henrys goldenen Schuh. Du hast auch die Möglichkeit, den Physio-Raum vor dem Spiel zu besichtigen, durch den Spielertunnel zu gehen und einen fantastischen Blick auf das Spielfeld zu werfen.

London Stadium: West Ham United

ArcelorMittal Orbit Turm

Das London Stadium wurde eigens für die Olympischen Spiele 2012 gebaut und war Zeuge der Goldmedaille-Gewinne von britischen Legenden wie Mo Farah und Jessica Ennis-Hill. West Ham United ist im Sommer 2016 eingezogen und Du kannst jetzt einen Blick hinter die Kulissen des Stadions werfen – einschließlich dem Spielertunnel, den Unterständen der Manager und dem größten freitragenden Dach der Welt.

Pro-Tipp: Das London Stadium bildet das Herzstück des Queen Elizabeth Olympic Park und ist damit ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung von vielen anderen Londoner Attraktionen - schau Dir den mächtigen ArcelorMittal Orbit an, geh im London Aquatics Centre schwimmen und erkunde die Kanäle mit einem Boot, Kanu oder sogar einem Tretboot in Schwanenform.

Stamford Bridge: FC Chelsea

FC Chelsea Stadion

Wer könnte den berühmten Sieg des FC Chelsea gegen den FC Barcelona im Jahr 2005 vergessen? Oder das Last-Minute-Tor von Didier Drogba gegen Bayern München im Jahr 2012, das den “Blues” den Weg zum ersten Champions-League-Sieg ebnete? Diejenigen, die ein noch besseres Gedächtnis haben, werden sich wahrscheinlich an viele weitere Triumphe und Katastrophen erinnern - schließlich spielt der FC Chelsea schon seit über einem Jahrhundert an seiner geliebten Stamford Bridge. Damit ist es eines der ältesten Fußballstadien in London, in Großbritannien und sogar der Welt. Natürlich ist die Kapazität des Stadions aufgrund seines Alters im Vergleich zu modernen Fußballstadien in London - wie Old Trafford und Emirates - bescheidener, aber Chelseas 40.000 Zuschauer:innen können an Spieltagen immer noch mächtig einheizen. Bei einer Stadiontour siehst Du Drogbas Trikots, den Spielertunnel, eine Nachbildung der Champions-League-Trophäe und kannst im legendären Shed End den verstorbenen, aber nie vergessenen Spieler:innen und Fans der Blues die Ehre erweisen.

Hampden Park: Schottlands Nationalmannschaft

Fußball

Wir schreiben das Jahr 1967 und Schottland hat sich soeben zum inoffiziellen Weltmeister erklärt, nachdem sie hier im Hampden Park den selbst frisch gebackenen Weltmeister England mit einem 3:2 besiegt haben. Diese temperamentvolle Rivalität ist typisch für die beiden Nationalmannschaften, die sich im Laufe der Jahre häufiger gegenüberstanden als jede andere Nation (mehr als 100 Mal). Neben dem Wembley Stadium war auch der mächtige Hampden Park in Glasgow häufig Schauplatz dieser Begegnungen. 1937 kamen 149.415 Zuschauer:innen in das Heimatstadion der schottischen Nationalmannschaft, was bis heute den europäischen Rekord darstellt.

Besuche das Stadion und spaziere durch den Spielertunnel auf das Spielfeld, nimm Platz in der Royal Box und wirf einen Blick in das Schottische Fußballmuseum, das mehr als 100 Jahre Fußballgeschichte beherbergt.

Old Trafford: Manchester United

Fußballfans

Mit 20 Meistertiteln hat Manchester United die Königsklasse des englischen Fußballs so oft gewonnen wie kein anderes Team (auch wenn der Lokalrivale Liverpool da ein Wörtchen mitzureden hat). Kein Wunder also, dass das Old Trafford Stadium seit seiner Fertigstellung im Jahr 1910 schon einige besondere Fußballmomente erlebt hat. Wir sprechen von ManUs historischem Europapokalsieg 1968, mit dem sie als erster englischer Fußballclub die Trophäe gewannen, und auch Wayne Rooneys Rekordtor von 2017, das seine Legende als bester Torschütze des Clubs in der Geschichte festigte.

Bonusfakt: Old Trafford ist das größte Vereinsstadion Großbritanniens, das 74.310 Fans Platz bietet. Es werden Führungen durch das Museum, den Trophäenraum und den heiligen Rasen angeboten.

Wembley Stadium: Englands Nationalmannschaft

Das Dach des Wembley Stadiums

Du dachtest wohl schon, wir hätten das Wembley Stadium vergessen, oder? Natürlich nicht! Schließlich zählt es zu den Legenden unter den Fußballstadien in London und der ganzen Welt. Mit einem Fassungsvermögen von 90.000 Plätzen ist das Stadion der englischen Nationalmannschaft das größte im Vereinigten Königreich, und sein 133 Meter hoher Bogen ist ein Wahrzeichen der Londoner Skyline. Die bewegte Geschichte des Stadions hat sich in die Psyche der Nation eingebrannt, nicht zuletzt wegen der berühmten Siege von Alf Ramsays WM-Mannschaft 1966 und des Sieges der Löwinnen über Deutschland im EM-Finale 2022. Außerdem beendete Gazza hier die schottischen EM-Träume mit dem vielleicht berühmtesten Tor seiner Karriere, und Tausende von glücklichen Musikfans sahen bei den legendären Live-Aid-Konzerten 1985 die größten Namen aus Rock und Pop.

Top-Tipp: Führungen durch das Wembley-Stadion sind im London Pass enthalten und beinhalten den Zugang zum Spielertunnel und zu den Umkleidekabinen, den Walk of Legends und vieles mehr.

Hat Dir unsere kleine Tour durch die Fußballstadien in London und Großbritannien gefallen? Wirf auch einen Blick auf unseren Guide zu den besten Sportattraktionen in London und entdecke hier all die tollen Dinge, die Du in der O2 Arena tun kannst.

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Henrike Thiele
Henrike Thiele
Freiberuflicher Reiseschriftsteller

Henrike ist Texterin aus Leidenschaft – immer auf der Suche nach neuen Abenteuern und inspirierenden Geschichten. 2019 verließ sie ihren Bürojob, um ihren Traum vom ortsunabhängigen Arbeiten zu verwirklichen. Heute verbringt sie die Sommer in Deutschland und die Winter in Thailand. Dort genießt sie die paradiesische Natur, das thailändische Essen, das Freiheitsgefühl beim Roller fahren und besucht gerne spirituelle Events. Als Freelancerin schreibt Henrike unter anderem Travel Content für Go City und genießt so den Mix aus Reisen, beruflicher Freiheit und kreativer Selbstverwirklichung.

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So finden Sie sich in London zurecht

Mit einer Gesamtfläche von 1.572 km² kann London eine einschüchternde Stadt sein, wenn es um die Orientierung geht – sowohl für Einheimische als auch für Reisende. Die Stadt ist so groß, dass niemand alles sehen könnte, selbst wenn man sein ganzes Leben dort verbringen würde. Da die Attraktionen weit verstreut sind, benötigen Sie einen kühlen Kopf, gute Schuhe und einen zuverlässigen Begleiter, der Ihnen bei der Wegfindung hilft. Und damit meinen wir nicht Ihre Begleitung. Von mobilen Apps bis hin zu Stadtplänen gibt es viele Möglichkeiten, sich vorzubereiten. Hier sind die besten Tipps, um sich zurechtzufinden. Mobile App Glücklicherweise gibt es eine Reihe von mobilen Apps, die entwickelt wurden, um Ihnen bei der Orientierung in der Stadt zu helfen – von Tipps zu den besten Lokalen bis hin zur reichen Geschichte der Straßen, in denen Sie unterwegs sind. LondonPass App ist die perfekte Quelle für einen faktenreichen und nützlichen Guide für die Stadt. Entdecken Sie London nach Stadtteilen oder Attraktionen, erkunden Sie den Untergrund mit dem U-Bahn-Plan und planen Sie einen unterhaltsamen Tag mit den detaillierten Reiseplänen. A-Z Maps: Wenn Sie etwas Traditionelleres bevorzugen und kein Smartphone besitzen, können Sie mit einem einfachen A-Z London City Map nichts falsch machen. Als fester Bestandteil in den Taschen der meisten Londoner ist der A-Z die „Bibel“ für London, in der jeder Winkel in diesem tragbaren Plan detailliert verzeichnet ist. Die perfekte Option, wenn Sie sich nicht auf Ihren Handy-Akku verlassen können und ideal für ein wenig altmodisches Erkunden. U-Bahn-Plan (Tube map) Einen kleinen U-Bahn-Plan in der Tasche zu haben, hilft Ihnen zwar nicht unbedingt oberirdisch weiter, aber er wird Ihnen definitiv dabei helfen, sich im weitläufigen Londoner Underground-System zurechtzufinden. Mit farblich gekennzeichneten Routen ist der Plan ein praktischer Helfer, um die Stadt unter dem Straßenpflaster zu erkunden. Wenn Sie die digitale Variante bevorzugen, laden Sie doch download a tube map auf Ihr Smartphone herunter, um U-Bahnen in Echtzeit zu verfolgen und Ihre Fahrtdauer zu planen – sogar das Umgehen bestimmter Haltestellen ist möglich. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, erhalten Sie an jedem Fahrkartenschalter der U-Bahn-Stationen kostenlose Pläne, und hilfsbereite Mitarbeiter weisen Ihnen immer gerne den richtigen Weg. Google Maps Sie müssen von A nach B, wissen aber nicht genau, wie lange es dauern wird? Nutzen Sie Google Maps, um eine dynamische Route durch London zu planen. Egal, ob Sie ein Fahrrad mieten, zu Fuß gehen oder den Bus nehmen möchten – Google Maps zeigt Ihnen die schnellsten Wege und informiert Sie sogar darüber, wann die öffentlichen Verkehrsmittel fahren. Wenn Sie sich visualisieren möchten, wo Sie ankommen, nutzen Sie Street View, um einen Eindruck von Ihrem Ziel zu bekommen. Ideal für alle, die mit dem Orientierungssinn kämpfen! Fragen Sie Einheimische Entgegen der landläufigen Meinung sind nicht alle Londoner unfreundlich! Auch wenn die Londoner ein schnelllebiges Leben führen und eine ruhige U-Bahn-Fahrt bevorzugen, scheuen Sie sich nicht, jemanden nach dem Weg zu fragen – man wird Ihnen wahrscheinlich Abkürzungen verraten können oder tolle Orte abseits der ausgetretenen Pfade empfehlen. Bei so vielen großartigen London attractions, die Sie auf Ihrer Reise sehen können, warum holen Sie sich nicht einen London Pass und erleben alles zu einem günstigen Preis? 
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Londoner Promis und ihre Geschichten

London ist nicht nur eines der beliebtesten Reiseziele der Welt, sondern auch Schaffens- und Geburtsort zahlreicher prominenter Persönlichkeiten. Unsere Liste zählt Personen auf, die auch heute noch auf die eine oder andere Art in der historischen City of London sichtbar sind.    Queen Elisabeth II.  Wenn man an London denkt, denkt man an die Queen. Die britische Ikone war wahrscheinlich sehr lange die einflussreichste Frau der Welt. Sie wurde im Februar 1952 zur Königin von England ernannt, mit damals erst 25 Jahren. Das war ungewöhnlich, weil sie eigentlich in der Thronfolge erst an dritter Stelle stand. Nachdem ihr Opa verstarb als sie selbst 9 Jahre alt war, übernahm ihr Onkel Eduard VIII. den Thron. Dieser dankte jedoch aufgrund eines kleinen Skandals zeitig ab. Er war in eine Amerikanerin verliebt, die bereits geschieden war. Als Oberhaupt der anglikanischen Kirche musste er sich an das Scheidungsverbot eben dieser halten. Aus Liebe verzichtete er auf den Thron, so dass der Vater von Elisabeth zum König und sie damit, als Erstgeborene, zur ersten Thronfolgerin wurde. Ihr Vater verstarb im Jahr 1952 an Lungenkrebs und Elisabeth II. wurde zur Königin proklamiert. Sie hat dann 70 Jahre lang als Oberhaupt der Commonwealth-Staaten etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung regiert.  In dieser Zeit war der Buckingham Palace ihr Zuhause. Hier brachte sie sogar den heutigen König Charles zur Welt. Den Palast kann man besichtigen, auch wenn derzeit umfangreiche Sanierungsarbeiten stattfinden. Ihr persönliches Denkmal hat sich die Queen hier selbst errichtet: die Queens Gallery, die in der einstigen Kapelle am Palast entstand. Die Räume wurden 1962 zu einer Kunstgalerie für die königliche Sammlung ausgebaut und von Königin Elisabeth II. im Mai 2002 im Rahmen der Feierlichkeiten zum Goldenen Jubiläum eröffnet.    Charles Dickens  Er ist wahrscheinlich einer der meistgelesenen Schriftsteller der englischen Literaturgeschichte, der im Laufe seines Lebens ein großes Vermögen angehäuft hat. Begonnen hat sein Leben allerdings als Sohn von Eltern, die immer über ihre Verhältnisse gelebt haben. Die zehnköpfige Familie musste daher sogar zeitweise im Schuldenturm leben. Lediglich Charles lebte außerhalb, um Geld zu verdienen. Das führte dazu, dass er nicht mehr zur Schule gehen konnte. Aufgrund seiner beeindruckenden Leistungen und seines Talents schaffte er es jedoch ein gefeierter Journalist, Herausgeber und Schriftsteller zu werden. Oliver Twist und Eine Weihnachtsgeschichte sind Werke, an denen man auch heute nicht vorbeikommt. Viele seiner Werke wurden sogar verfilmt.   Natürlich blieb aber auch sein Leben nicht frei von Skandalen: oft prangerte er moralische Missstände an. Er selbst trennte sich aber (während seiner Midlife-Crisis?) nach 22 Jahren Ehe von seiner Frau, mit der er immerhin zehn Kinder hatte, um mit einer sehr viel jüngeren Schauspielerin zusammenzuleben.  Trotz seines riesigen Erfolgs war Dickens jedoch immer eher bescheiden geblieben und hat beispielsweise auf eine Beisetzung ohne viel Aufsehen bestanden. Dazu kam es dann doch nicht, da er unter großem Aufsehen seine ewige Ruhestätte in der Poets' Corner im Garten der Westminster Abbey fand.  Auch heute bekommt er noch viel Aufmerksamkeit. Sein einstiges Wohnhaus, in dem er Werke wie Pickwick Papers und Nicholas Nickleby erdachte, ist jetzt ein beliebtes Museum. Hier kann man viele persönliche Gegenstände des Schriftstellers und seiner Familie bewundern.    Lady Di  Eigentlich hieß sie seit ihrer Hochzeit gar nicht mehr Lady, sondern Princess Diana. Aber irgendwie wird sie immer Lady Di bleiben. Die berühmte erste Frau vom aktuellen König Charles war zeitweise wahrscheinlich die meistfotografierte Frau der Welt. Die Ehe des damaligen Thronfolgers mit der Medienikone wurde 1996 geschieden, damals war das ein großer Skandal. Aber auch die Ehe selbst blieb nicht skandalfrei. Sei es die Bulimie Erkrankung, die Beziehung zwischen Charles und Camilla Parker Bowles oder die Affären, die Diana angedichtet wurden. Trotz der schwierigen Beziehung zur königlichen Familie war Diana immer ein Publikumsliebling. Sie engagierte sich für viele gemeinnützige Projekte und war in den Medien immer beliebter als Charles.  Nachdem vom britischen Königshaus die Scheidung beschlossen wurde, willigte Diana in diese ein. Sie erlangte finanzielle Unabhängigkeit durch eine Art Unterhalt, der ihr gewährt wurde und blieb auch weiterhin im Kensington Palace wohnen. Eben dort wurde auch im Jahr 2021 von ihren Söhnen eine Statue für ihre Mutter enthüllt.   Nach ihrem tragischen Unfalltod im Jahr 1997 fand sogar eine große, öffentliche Trauerfeier in Westminster Abbey statt. Der Trauerzug durch London war wahrscheinlich eines der meistgesehenen Fernsehübertragungen aller Zeiten.  Florence Nightingale  Einer weiteren, einzigartigen Frau, die in London lebte und arbeitete, wurde sogar mit einem eigenen Museum der ihr zustehende Respekt gezollt: das Florence Nightingale Museum. Es befindet sich im St. Thomas' Hospital in London und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.  Doch wer war diese Frau? Vor allem angehende Pflegekräfte kennen die “Dame mit der Lampe”. Nachdem sie selbst sich in Deutschland als Krankenschwester ausbilden ließ, unternahm sie viele Reisen rund um den Globus, um Kranken zu helfen. Bereits 2 Jahre nach ihrer Ausbildung reiste sie in die heutige Türkei und half den Verwundeten des Krimkrieges. Sie organisierte die Pflege der Kranken und ließ es sich auch nicht nehmen, sie selbst du versorgen. Dafür hatte sie aber erst in der Dunkelheit Zeit, daher bekam sie auch den oben erwähnten Namen. Da sie aus wohlhabenden Kreise stammte, hatte sie aber auch eine umfangreiche Bildung im Bereich der Mathematik genossen. Das nutze sie, um komplexe Statistiken zu Verwundeten und Heilungszahlen von Soldaten unter unterschiedlichen Bedingungen auszuarbeiten. Im Zuge dieser Veröffentlichungen wurde sie als erste Frau in die Royal Statistical Society berufen. Sie veröffentlichte Schriften zu beiden Themen: Statistik und Pflege. Außerdem gründete sie eine Stiftung, eine Krankenpflegeschule und Ausbildungsstätte für Hebammen. An der Gründung des Roten Kreuzes war sie indirekt beteiligt, da sie maßgeblichen Einfluss auf dessen Gründer Henry Dunant nahm.    Benjamin Franklin  Zu Recht fragt man sich jetzt, was der US-Amerikaner in der Aufzählung berühmter Londoner Persönlichkeiten zu suchen hat. Was viele nicht wissen: der Mitunterzeichner der Unabhängigkeitserklärung verbrachte viele Jahre in der Stadt an der Themse. Das einzige erhalte Wohnhaus des berühmten Politikers, das der Öffentlichkeit zugänglich ist, befindet sich in London. Obwohl das Gebäude zwischenzeitlich unter anderem als Hotel genutzt wurde, wird es mit dem historischen Erhaltungsgrad I bewertet, was bedeutet, dass es größtenteils im Original erhalten ist. Das Benjamin Franklin Haus ist heute ein Museum, welches 2006 eröffnet wurde. Früher wurde es auch gern als “erste amerikanische Botschaft” bezeichnet, da ihn unter anderem politische Vorhaben nach London brachten.  Ein etwas gruseliger Fakt zu dem Haus: im Keller wurden Überreste von etwa 10 menschlichen Körpern gefunden. Untersuchungen ergaben, dass sie tatsächlich aus der Zeit von Ben Franklin stammen. Es gibt jedoch eine halbwegs vernünftige Erklärung dafür - ein damaliger Freund von Benjamin Franklin untersuchte die menschliche Anatomie und sezierte zu diesem Zweck Leichen. Franklin soll davon gewusst, sich aber nicht daran beteiligt haben.     Sigmund Freud  Der in Österreich geborene Arzt gilt als Begründer der Psychoanalyse. Bis heute werden seine Theorien und therapeutischen Methoden nicht nur diskutiert, sondern auch angewendet. Das gilt natürlich nicht für alle Behandlungsarten. So wird heute Kokain nicht mehr zur Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen und als leistungssteigerndes Mittel in der Medizin eingesetzt. Sein Modell der Psyche, bestehend aus Es, Ich und Über-Ich, wird jedoch noch heute gelehrt.  Doch was machte den Österreicher zum Londoner? Grund dafür war der Anschluss Österreichs an das nationalsozialistisch regierte Deutschland im Jahr 1938. Freud, ein bekennender Jude, musste also schnellstmöglich das Land verlassen. Zusammen mit seiner Tochter Anna, seiner Frau und der Haushälterin ging er in London ins Exil. Sein Sohn lebte bereits in England und organisierte die erste Zeit im fremden Land. Das damalige Wohnhaus von Freud, das nach seinen Wünschen von seinem Sohn umgebaut wurde, ist heute das Freud Museum. Hier findet man nicht nur interessante Ausstellungsstücke zum Leben und Wirken des berühmten Arztes. Auch seine Tochter Anna, die ihm nacheiferte, lernt man hier besser kennen.    Heinrich VIII.  Der berühmt-berüchtigte König wurde nach dem überraschenden Tod seines Bruders zum Thronfolger und bestieg dann 1509 tatsächlich den Thron, nachdem auch sein Vater starb. Zu Beginn seiner Herrschaft wurde er als sehr attraktiv, talentiert und vor allem für seine Zeit mit 1,80 Meter Körpergröße als fast riesig beschrieben.   Aber nicht nur damit bleibt er im Gedächtnis, was heutzutage mit ihm in Verbindung gebracht wird, sind seine insgesamt 6 Ehen. Diese gingen auf verschiedene Arten zu Ende: “Divorced, Beheaded, Died, Divorced, Beheaded, Survived” - so ein kleiner, englischer Reim (dt. „Geschieden, Geköpft, Gestorben, Geschieden, Geköpft, Überlebt“). Um das überhaupt möglich zu machen, sagte er sich von der katholischen Kirche los und machte sich selbst zum Oberhaupt der von ihm geschaffenen anglikanischen Kirche.  Nicht nur mit seinem wilden Liebesleben sorgte er für Aufsehen. Auch für sein, besonders zum Ende hin, sehr misstrauisches, aufbrausendes Wesen ist er bekannt. Außerdem hat er sich vom schönen zum fettleibigen König gewandelt.   Sein damaliger Palast, der Hampton Court Palace, kann heute besichtigt werden. Hier gibt es verschiedene Ausstellungen und auch der prachtvolle Garten, inklusive Labyrinth und der größten Weinrebe der Welt, ist wunderschön.  Queen Victoria  Die Königin wird auch als Großmutter Europas bezeichnet. Sie hatte nämlich 9 Kinder, 40 Enkel und 88 Urenkel. Geht man noch eine Generation weiter, findet man die nächste Herrscherin - Queen Elisabeth II. ist eine Ururenkelin von Victoria. Doch die beiden Königinnen verbindet noch etwas: sie beide waren sehr lange an der Macht. Victoria schaffte 63 Jahre und wurde lustigerweise erst von Elisabeth überholt, die 70 Jahre regierte.  Die dritte Verbindung zwischen den beiden mächtigen Damen ist ihr Interesse an Pferden. Daher spielen die Royal Mews im Leben beider eine große Rolle. Dabei handelt es sich um die wohl schönsten und meistbenutzten Stallungen in ganz England, die direkt an den Buckingham Palace angeschlossen sind. Hier gibt es jede Menge Pferde, Ställe, königliche Kutschen und Autos zu sehen. Queen Victoria war die erste Monarchin, die wieder im Palast lebte und sie sorgte dafür, dass die Royal Mews eher “ein kleines Dörfchen, das zum Buckingham Palace gehörte” waren. Sie baute dort eine Schule für die Kinder der Angestellten auf und ihr Mann ließ eine Schmiede und weitere Gebäude errichten. Natürlich lernten alle Kinder der Königin in der Reitschule der Mews das Reiten.  Nach dem Tod ihres Mannes wurde Königin Victoria sogar ein Verhältnis mit ihrem Reitknecht angedichtet, was sicher auch daran lag, dass Victoria viel und gern Zeit mit ihren Pferden verbrachte.    Hast du jetzt Lust bekommen auf den Spuren dieser berühmten Londoner zu wandeln? Mit unserem The London Pass® ist das nicht nur günstig, sondern auch einfach. Also pack deine Koffer und das Abenteuer kann losgehen. 
Jessica Göpke
The London Eye
Tower of London

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